Neujahrsempfang 2020 des Fußballreises Bonn
Der Fußballkreis Bonn hatte Mitte Januar traditionell wieder zu seinem Neujahrsempfang – der Dankeschönveranstaltung für seine aktuellen und ehemaligen Ehrenamtler*innen - ins Landhaus Wieler in Bornheim-Walberberg geladen. Neben den Ehrenamtler*innen begrüßte der Kreisvorsitzende Jürgen Bachmann im Namen des Kreisvorstandes besonders den Bürgernmeister der Stadt Bornheim, Wolfgang Henseler, den FVM-Präsidenten Bernd Neuendorf und den FVM Ehrenvorsitzenden Alfred Vianden. Ferner zeigte er sich erfreut, dass auch Heiko Fleck vom Stadtsportbund Bonn, Markus Egyptien vom Kooperationspartner „Alles Fußball“, Sebastian Hohenlohe, Vorsitzender des Betriebssportkreisverbandes sowie der Vorsitzende des Fußballkreises Sieg, Guido Fuchs, der Einladung nach Walberberg gefolgt waren. Ebenso herzlich begrüßte der Kreisvorsitzende Dr. Dieter Stäglich, den langjährigen Vorsitzenden des WDFV Satzungsausschusses, den Ältestenrat des Fußballkreises Bonn mit dem Ehrenvorsitzenden Armin Ebner und den Ehrenmitgliedern Horst Masuth sowie Rolf Herberz an der Spitze. Den drei Letztgenannten dankte Jürgen Bachmann dafür, dass sie immer wieder in die Bresche springen, wenn sie gebraucht würden. Er sei froh, dass er immer noch auf die „Ehemaligen“ bauen könne, wenn es darum geht Termine wahrzunehmen, Informationen zu erhalten oder Kranke zu besuchen ohne das an die große Glocke zu hängen.
Ein weiterer besonderer Willkommensgruß ging an Frau Wiltrud Friedenstab, die von Jürgen Bachmann mit der DFB-Ehrenamtsuhr ausgezeichnet wurde, da sie am Ehrungsabend im Dezember leider verhindert war. Wiltrud Fiedenstab hat ihren fußballerischen Ursprung bei Rot-Weiß Merl. Dort hat sie den Frauenfußball ins Leben gerufen und jahrelang auch gemischte Jugendmannschaften betreut. Nach der anschließenden Zeit beim FVM war sie beim DFB als Betreuerin der Frauennationalmannschaft tätig.
Vor dem obligatorischen Jahresrückblick betonte Jürgen Bachmann, dass es sich trotz der besonderen Begrüßung einiger Gäste auch bei allen Anwesenden um besondere Gäste handele.
Rückblickend berichtete er dann über viele Dinge, die sich 2019 verändert haben.Bei der Wertschätzung für das Ehrenamt habe sich jedoch nichts verändert, obwohl die Politiker immer wieder den Wert des Ehrenamtes betonen.
Auf dem Kreisschiedsrichtertag, dem Kreisjugendtag und dem Kreistag des Fußballkreises Bonn seien die Weichen für die nächsten drei Jahre gestellt worden. Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Manfred Harder ging in den ehrenamtlichen Ruhestand, Sascha Zink übernahm die Funktion. Auf dem Kreisjugendtag wurde Lars Pollmann zum Nachfolger des leider viel zu früh verstorbenen Franz Fassbender gewählt. Rolf Herberz ging als Geschäftsführer auf dem Kreistag nach einer vorbildlichen ehrenamtlichen Karriere ebenfalls in den ehrenamtlichen Ruhestand und wurde zum Ehrenmitglied des Kreises gewählt. Seine Funktion übernahm Matthias Monschau.
Einen besonderen Dank richtete Jürgen Bachmann in diesem Zusammenhang an Wolfgang Henseler für die kostenfreie Zurverfügungstellung des Bornheimer Ratssaales für den Kreisjugend und -schiedsrichtertag.
Von Mai bis August habe der Fußballkreis Bonn für die Füllung des Sommerlochs mit der Geschichte um den Bezirksligaaufstieg gesorgt.
Leider rücke durch unschöne Szenen bei Fußballspielen das Thema Gewalt wieder in den Vordergrund, Schiedsrichter werden gejagt und geschlagen. Gewaltprävention, mit der sich in Bonn schon seit Jahren beschäftigt werde und immer noch wird, werde im Ausblick auf 2020 ein zentrales Thema sein.
Mit Blick nach vorne werde der Masterplan des DFB im Hinblick auf die EM 2024 eine Neuauflage erfahren, so Jürgen Bachmann. Die möglichen Inhalte wurden auf dem Amateurfußballkongress im letzten Jahr angesprochen. „Wir werden in Bonn schauen, was für unsere Vereine wertvoll ist und dies in unserer Arbeit umsetzen. Manchmal sind Wunschvorstellungen des DFB und des Verbandes mit der Realität in den Kreisen und den Kapazitäten der ehrenamtlichen Mitarbeiter weit auseinander, aber wir werden unser Möglichstes tun“ betonte Jürgen Bachmann bevor er sich bei allen für ihre ehrenamtliche Arbeit zum Wohle des Fußballsports herzlich bedankte.
Bürgermeister Wolfgang Henseler unterstrich bei seinem letzten Grußwort – er stellt sich in diesem Jahr nicht zur Wiederwahl - die Bedeutung des Ehrenamtes. Er verwies dabei auf eine Aufstellung, die darstelle welche Tätigkeiten in den insgesamt 14 Ortschaften der Stadt Bornheim von Ehrenamtlern ausführt werden und die deutlich mache, dass das Ehrenamt für ein Gemeinwesen unerlässlich ist. Insbesondere im Sport sei das Ehrenamt ein wichtiger Baustein für die Zusammenführung, die Integration von Menschen und somit für das Miteinander in unserer Gesellschaft. Er hoffe, dass es gerade bei den jungen Menschen viele Nachahmer geben werde, damit die Ehrenamtlichkeit erhalten bleibe. Wolfgang Henseler betonte:“Man gibt nicht nur im Ehrenamt, sondern man nimmt auch etwas“ bevor er den Anwesenden viel Erfolg bei ihrer weiteren ehrenamtlichen Tätigkeit wünschte.
Anstelle von Bernd Neuendorf, der leider aus terminlichen Gründen später kam, überbrachte Ehrenpräsident Alfred Vianden die Grüße des FVM. Er unterstrich dabei ebenfalls die Wichtigkeit des Ehrenamtes. Dabei bereite ihm die Zukunft des Ehrenamtes Sorgen, da seitens der Politik und insbesondere der Finanzbehörden die falschen Signale gesendet würden. Mit Blick auf das Jahr 2020 wies er auf die Aktivitäten im Rahmen des „50jährigen“ des Frauen und Mädchenfußball hin. Er nutzte zum Ende seines Grußwortes die Gelegenheit, um den Ehrenamtlern aus seinem Heimatkreis für die jahrelange Unterstützung zu danken.
Bernd Neuendorf war es nach seinem Eintreffen wichtig, auch seinerseits den Ehrenamtlern seinen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz zu übermitteln.
