Traditioneller Neujahrsempfang des Fußballkreises Bonn
Der Vorstand des Fußballkreises Bonn hatte eingeladen, und trotz widriger Witterungsbedingungen sowie einer Erkältungswelle fanden sich auch im Jahr 2026 zahlreiche Ehrengäste, Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern zum traditionellen Neujahrsempfang im Landhaus Wieler in Walberberg ein.
Der Neujahrsempfang, längst ein fester Termin im Kalender des Fußballkreises Bonn, bot erneut die Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken, Dank auszusprechen und zugleich den Blick auf die kommenden Monate zu richten. Die Rednerinnen und Redner verbanden freundliche Worte an die Gäste mit klaren Aussagen zu den vielfältigen Herausforderungen, vor denen der Kinder-, Jugend- und Amateurfußball der Frauen und Männer im Zuständigkeitsbereich des Fußballkreises steht.
Kreisvorsitzender Uwe Scheifgen betonte, der Fußballkreis Bonn verstehe sich als „Dienstleister für die Vereine“ und hob die zentrale Bedeutung der Basisarbeit hervor. „Ohne die Basis ist der Fußball ganz oben auch nicht möglich“, so Scheifgen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es im Fußballkreis Bonn weiterhin „keine große Toleranz“ geben werde, wenn die zum Fußballsport gehörenden Emotionen Überhand nähmen – unabhängig davon, ob sich diese gegen die Unparteiischen oder andere Beteiligte am Spieltag richteten.
Gabriele Kretschmer, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bornheim, knüpfte in ihrem Grußwort an eigene Erfahrungen beim TuS Roisdorf an. Sie unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts nicht nur für den Fußball, sondern für die Gesellschaft insgesamt. „Das Ehrenamt ist nicht mehr selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, den Zusammenhalt zu fördern und das Ehrenamt zu stützen“, erklärte Kretschmer.
FVM-Präsident Christos Katzidis sprach die vielfältigen Herausforderungen an, mit denen sich der Breitensport konfrontiert sieht, und stellte dabei insbesondere den Kontrast zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen heraus. Zugleich betonte er die „nachhaltige Stimme“ des Fußballs in der Gesellschaft und forderte die Politik auf, „Probleme nicht nur zu benennen, sondern sie konkret anzupacken und zu lösen“.
Karl-Heinz Carle, Vorsitzender des Kreissportbundes Rhein-Sieg, richtete den Blick auf verschiedene Infrastrukturprogramme, die von der Bundes- und Landespolitik angekündigt worden sind. Carle ist dabei Ansprechpartner für die Vereine im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.
Der Leiter des Sport- und Bäderamts der Stadt Bonn, Stefan Günther, wies darauf hin, dass sich CDU, SPD und FDP in ihrer Kooperationsvereinbarung für die laufende Legislaturperiode auf die Schaffung der Funktion einer beziehungsweise eines Ehrenamtsbeauftragten verständigt haben. Diese Position soll laut Günther als „Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung, Vereinen und Gesellschaft“ dienen. Darüber hinaus informierte er über den aktuellen Stand der Initiative „Nachhaltigere Sportvereine in Bonn“, die im nächsten Schritt die Auszeichnung mit einem „Nachhaltigkeitssiegel für Bonner Sportvereine“ ermöglichen soll.
Im Anschluss eröffnete Uwe Scheifgen das traditionelle Buffet. In Verbindung mit dem gewohnt hervorragenden Service des Landhauses Wieler und vielen anregenden Gesprächen sorgte der Empfang für einen rundum gelungenen Auftakt in das Fußballjahr 2026.
