Kreispokal Spiele

Kreispokal Spiele

FC BW Friesdorf ist neuer Kreispokalsieger
Beim 5:3-Finalsieg gegen den SSV Merten war kein Klassenunterschied erkennbar

VON JOE KÖRBS

BONN/RHEIN-SIEG. Mit einem 5:3- (3:3/1:1) -Sieg nach Verlängerung sicherte sich der FC Blau-Weiß Friesdorf am Donnerstagnachmittag den Titel im diesjährigen Fußball-Kreispokal. Die 304 Zuschauer sahen ein spannendes Finale, dass erst nach 120 Minuten entschieden wurde.

Nach kurzer Abtastphase gab Friesdorfs Dastit Bulliqi den ersten gefährlichen Torschuss ab (11.). Auf der anderen Seite war es ein Standard der zum 1:0 für Merten führte. Einen langen Einwurf köpfte Michael Maier mit dem Hinterkopf ins lange Eck (18.). Fortan war der Landesligist besser im Spiel und kam zur nächsten guten Möglichkeit durch Patrick Dietz (27.). Zwei Minuten später nutzte Kennedy Loritz ein Missverständnis in der Mertener Abwehr und traf zum 1:1-Ausgleich. Die Riesenchance zur Friesdorfer Führung vergab Anderson Ezuke (37.). Auch die Torschussversuche von Dorian Madani (38.) und Boris Kivoma (41./45.) landeten nicht im Netz. Der Druck des Mittelrheinligisten ließ auch nach der Pause nicht nach. Mit dem ersten Angriff erzielte Takahito Ohno die mittlerweile verdiente 2:1-Führung für die Blau-Weißen (48.). Den Ausgleich hatte dann Jan Schmickler auf dem Fuß, der nur knapp verzog (53.). Ein Tor verdient hätte auf der Gegenseite ein wunderschöner Freistoß von Fabian Djemail. Den Abpraller von der Unterkante der Latte staubte jedoch erneut Ohno zum 3:1 für Friesdorf (58.). Vier Minuten später verursachte ausgerechnet Ohno einen klaren Foulelfmeter, den Marcel Radschuweit zum 2:3-Anschlusstreffer nutzte (63.). Merten gab sich noch lange nicht geschlagen und drängte auf den Ausgleich. Beste Möglichkeiten hatten die eingewechselten Joshua Hohl (79.) und Jeffrey Eshun (80.). Erst in der 90. Minute traf David Jakobs doch noch zum 3:3 und somit zur Verlängerung. Ein ungeschickter Rempler eines Mertener Spielers sorgte in der 98. Minute für die erneute FC-Führung. Diesmal traf Djemail mit einem sehenswerten Freistoß über die Mauer ins Eck zum 4:3. Für die endgültige Entscheidung sorgte Kivoma nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter (112.). Nur drei Minuten später hätte sein Kopfball beinahe noch den sechsten Friesdorfer Treffer gebracht. „Wir sind wieder zurückgekommen und haben am Ende verdient gewonnen“, sah FC-Trainer Thomas Huhn bei seiner Mannschaft am Ende den etwas größeren Willen. „Aus dem Spiel heraus waren wir mindestens gleichwertig“, war für Mertens Sportlichen Leiter Michael Pauls keinen Klassenunterschied erkennbar.
Merten: Kath, Radschuweit, D. Dogan (109. Lorenz), Julian (77. Eshun), Heinen, Dietz (88. Louis-Jacques), Retterath, Schmickler (77. Hohl), Maier, Neubauer-Fischer, Jakobs.
Friesdorf: Klaas, Hatsushiba, Mbiyavanga, Ohno, Madani, Loritz (82. Rahn), Kivoma, Djemail, Bulliqi (75. Arma), Ezuke (89. Bringer), Steiger (115. Ngom).

Zuvor bestreiteten die Frauen im Sportpark Nord ihr Pokalfinale. Dabei wurden die Sportfreunde Ippendorf ihrer Favoritenrolle klar gerecht und besiegten RW Merl mit 5:2 (1:1). Bis zur Pause konnte der unterlegende Bezirksligist gegen den Titelverteidiger noch gut mithalten. So hatte die Führung der Sportfreunde durch Friederike Henrich (11.) nicht lange Bestand. Nur vier Minuten später traf Anna-Lena Leipelt zum Ausgleich für Merl (15.). Nach dem Seitenwechsel zog der Mittelrheinligist nach den Toren von Livya Rahel Nagel (51./63.), Linda Schmitz (77.) und Martha Thomaschewski (81.) auf 5:1 davon, ehe Anne Dickmann kurz vor Spielende den 2:5-Endstand erzielte (89.).
Ippendorf: Wiegand (46. Gebert), Schulz, Schmitz, Henrich, Gräf, Prelosznik, Thomaschewski (86. Klein), Pohle, Hündgen (74. Valderrama), Löpmann (46. Nagel), Schneider.
Merl: Stellmacher, C. May, Naghani, J. May, Freund (86. Hüffel), Freund, Schimmang (74. Neuking), Berendsen, Schütz (83. Oeste), Bois (72. Dickmann), Randolph, Leipelt.
 
Im Spiel um Platz Drei nutzte der VfL Alfter seinen Heimvorteil und gewann am Mittwochabend im reinen Landesliga-Duell gegen den FV Endenich deutlich mit 3:0 (2:0). Die Tore für Alfter erzielten Philip Pietrek (11.), Zakaria Harrach (21.) und Mehmet Dogan (90.). „Die erste Halbzeit war eine der besten, die wir bislang gespielt haben“, sagte ein zufriedener VfL-Trainer Andreas Dick über den verdienten Sieg. Endenich kam zwar in der zweiten Hälfte besser ins Spiel, blieb jedoch ohne Torerfolg. Am kommenden Montagabend findet die Auslosung zur ersten Runde im Mittelrhein-Pokal statt. Neben Alfter, Friesdorf und Merten befindet sich dann auch der Regionalligist Bonner SC im Lostopf.

Bericht zum Frauen-Kreispokalfinale

VON JAN-PHILIPP SCHÖNESEIFEN

Vor einer würdigen Kulisse von 213 Zuschauern im altehrwürdigen Sportpark Nord fand am Einheitsfeiertag das diesjährige Kreispokalfinale der Frauen statt. Die Mittelrheinligisten und Seriensiegerinnen aus Ippendorf empfingen ein junges, aufstrebendes Merler Team, welches zuletzt noch in zahlreichen Wettbewerben des Mädchenfußballs für Furore sorgte.
Doch die Zeit für Gänsehautmomente war schnell vorüber: nur wenige Augenblicke waren gespielt, als der für beide Teams eher ungewohnte Untergrund den ersten Aufreger präsentierte: RWM-Torfrau Carina Stellmacher glitt ein langer Ball durch die Hände und rollte aufs Tor zu. Zum großen Glück der Apfelstädterinnen passierte er die Torlinie jedoch neben statt zwischen den Pfosten.
Auch wenn die erste Chance ungenutzt blieb, ließ sich der Favorit nicht aus dem Konzept bringen und ging nach 11 Minuten durch Friederike Henrich verdient in Führung. Wer jedoch glaubte, das Spiel sei gelaufen, hat seine Rechnung ohne die stark kämpfenden Merlerinnenund ihren Anhang, der seine Farben über die kompletten 90 Minuten lautstark unterstütze, gemacht. Nur vier Zeigerumdrehungen später gelang Anna-Lena Leipelt der Ausgleich für den Underdog, welcher in der Folge aufopferungsvoll verteidigte und das Ergebnis daher auch zurecht mit in die Kabine nahm.
SFI-Coach Patrick Golüke nahm zum zweiten Durchgang gleich zwei Veränderungen vor:zum einen gab er auch seiner zweiten Torfrau Laura Gebert die Möglichkeit, im größten Stadion der Stadt aufzuspielen, zum anderen brachte er Stürmerin Livya Nagel für Jana Löpmann in die Partie. Dies sollte sich schnell als goldener Schachzug herausstellen. Nagel war es, die mit einem Doppelpack den Bann brechen konnte und die Weichen auf
Favoritensieg stellte (51./63.). Mit einem weiteren Doppelschlag zehn Minuten vor Ende machte der Verbandsligist alles klar und schraubte das Ergebnis durch Linda Schmitz (77.) und Martha Thomaschewski (81.) auf 5:1. Die Merlerinnen bewiesen jedoch Moral und kamen durch die ebenfalls eingewechselte Anne
Dickmann nochmal zum 2:5-Anschlusstreffer (89.), ehe der Unparteiische Martin Herde den munteren Schlagabtausch beendete.
Was bleibt ist ein nachhaltiges Erlebnis für alle Beteiligten, ein tolles Duell, welches als Werbung für den, wie auch Kreisvorsitzender Jürgen Bachmann bei der Siegerehrung ausdrücklich betonte, äußerst fairen Frauenfußball dienen kann und die Gewissheit, dass es neben dem neuen und alten Kreispokalsieger auch die tapferen Merlerinnen in die am 23.November ausgespielte 1. Runde des FVM-Frauenpokals geschafft haben.

Hier kann ein Video zum Bitburger Kreispokal eingesehen werden!

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